Vielfalt auf der RegioAgrar Bayern

Landwirtschaftsmesse in Augsburg ist Kommunikations-Drehscheibe und umwirbt die Landfrauen.

Landwirtschaft im modernen bäuerlichen Familienbetrieb präsentiert die Fach­messe RegioAgrar Bayern vom 10. bis 12. Februar 2015 in Augsburg. Zum fünften Mal informiert sie, getragen vom Bayerischen Bauernverband, über zeitgemäße Landwirtschaft von tiergerechter Haltung bis Diversifizierung, Informationstechnologie und Einsatz regenerativer Energien. Verstärkt greift die Messe Themen speziell für Landfrauen auf, auch im Rahmenprogramm mit Fachvorträgen. Traditionell nutzen Landwirte und Aussteller die RegioAgrar Bayern intensiv als Kommunikationsplattform und Ratgeber bei anstehenden Investitionsvorhaben.

Lars Jaeger, Geschäftsführer des Ausstellungsorganisators E.G.E. European Green Exhibitions GmbH, Berlin, geht deshalb davon aus, dass „die zur RegioAgrar Bayern bislang gesetzten Aktivitäten den Ausstellern und Besuchern dieser etablierten Fachmesse in Süddeutschland nachhaltig zugute kommen“.

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Helmut Brunner, Bayerns Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (rechts), mit der schwäbischen Bezirksbäuerin Anni Fries (links) und BBV-Vizepräsident Günther Felßner (hintere Reihe, links) bei der diesjährigen RegioAgrar Bayern. Bild: RAB/Hilzenbecher

Für Bayerns Minister für Ernähung, Landwirtschaft und Forsten Helmut Brunner orientiert sich die RegioAgrar Bayern an der landwirtschaftlichen Leitlinie des Freistaats, „Vielfalt erhalten, Zukunft gestalten“. Minister Brunner: „Eine intakte bäuerlich geprägte Landwirtschaft ist die Basis für vitale ländliche Räume“. Der Aufbau weiterer Einkommensstandbeine werde beispielsweise durch eine „Werkstatt der Ideen“ unterstützt. Bereits 60 Prozent der Bauernfamilien ergänzen ihr Einkommen durch Angebote wie Urlaub auf dem Bauernhof, Direktvermarktung, Dienstleistungen und Soziale Landwirtschaft sowie mit Anwendungen Erneuerbarer Energien. Brunner: „Diese Diversifizierungen sichern ihre Existenz und Wettbewerbsfähigkeit, sie schaffen Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum.“

Ein Angebot mit jahrzehntelanger Tradition sei beispielsweise der Urlaub auf dem Bauernhof, der im Tourismusland Bayern voll im Trend liege: Jeder siebte bayerische Feriengast übernachtet mittlerweile auf einem der rund 5.500 landwirtschaftlichen Urlaubsbetriebe – das sind 12,7 Millionen Übernachtungen jährlich. Brunner: „Unternehmerisches Denken, professionelles Handeln und das authentische Ambiente haben Urlaub auf dem Bauernhof diesen hohen Stellenwert verschafft.“ Mit dem Agrotourismus erwirtschaften 42 Prozent der Anbieter ein Einkommen, das gleich oder sogar größer ist als aus der landwirtschaftlichen Urproduktion. Gleichzeitig wird den Gästen ein wertvoller Einblick in die moderne Landwirtschaft verschafft.

Die RegioAgrar Bayern trägt diesen Trends Rechnung. Die Organisatoren führen darauf die erkennbar hohe Ausstellerbeteiligung und das Interesse an einem breit gefächerten Mix an Fachvorträgen mit Themen zu Produkten und Verfahren sowie über Dienstleistungen für den bäuerlichen Familienbetrieb zurück, speziell auch ergänzt auf die Ansprüche und den Bedarf der Landfrauen.