RegioAgrar Bayern: Erfolg auf ganzer Linie Messebilanz der Besucher und Aussteller: einfach stark …

RegioAgrar Bayern: Erfolg auf ganzer Linie Messebilanz der Besucher und Aussteller: einfach stark …

Gute Noten haben Besucher und Aussteller der fünften RegioAgrar Bayern gegeben. Die landwirtschaftliche Fachmesse vom 10. bis 12. Februar auf dem Messegelände in Augsburg ist weiter auf Wachstumskurs. Mit 10.500 Besuchern war sie noch nie so gut besucht wie dieses Jahr. Kräftig vergrößert hat sich auch ihr Einzugsbereich auf einen Umkreis von rund 200 Kilometern. Das gesteigerte Interesse der Landwirte aus Haupt- und Nebenerwerbsbetrieben im süddeutschen Raum dokumentiert zudem die längere Verweildauer der Besucher. Mit Öffnung der Türen jeweils ab 13 Uhr kamen die Besucher in Scharen. Bis Messeende herrschte durchgängig eine hohe Frequenz in den beiden Ausstellungshallen.

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Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und Angelika Schorer, Ostallgäuer Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Landtags-Agrarausschusses beim offiziellen Messe-Rundgang der RegioAgrar Bayern. Bild: RAB/Christian Hilzenbecher

Auf die aktuelle gesellschaftspolitische Diskussion über die Landwirtschaft war Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner bei der Eröffnung der RegioAgrar Bayern eingegangen. Für eine bessere Akzeptanz appellierte er an die Landwirte, „als Botschafter in eigener Sache“ aufzutreten. Im Interesse der Wertschätzung heimischer Lebensmittel forderte er sie auf, „die Stalltür zu öffnen und zu zeigen, wie auf den Höfen produziert wird“. Denn derzeit werde der Bogen zu Lasten der Landwirte überspannt. Die Messe zeige, dass auch die Landwirtschaft „längst eine Hightech-Branche ist“, wie etwa die Automatisierung beim Melken, Füttern und der Stallreinigung, satellitengesteuerte Fahrzeuge und automatische Ertragserfassung auf Erntemaschinen zeigen.

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Im breiten Ausstellungs-Mix auf der RegioAgrar Bayern 2015 nahm Landtechnik einen Schwerpunkt im Interesse der Messebesucher ein. Bild: RAB/Christian Hilzenbecher

Über das Messekonzept der RegioAgrar Bayern mit breitem Ausstellersortiment von Landtechnik bis IT-Dienstleistung sowie dem umfangreichen Rahmenprogramm mit Fachvorträgen aus einem breiten Themenspektrum für die landwirtschaftliche Betriebsführung äußerte sich die große Mehrzahl der Fachbesucher mit viel Anerkennung. Die Aussteller, mit 195 ebenfalls eine Rekordbeteiligung, sprachen sich nahezu einstimmig zufrieden bis sehr zufrieden mit den Messeergebnissen aus.

Mit den Neuheiten beispielsweise für Geflügelställe und Schweinemast auf der Messe begründete der langjährige Aussteller Big Dutchman  das höhere Besucherinteresse auf seinem heuer um 20 Prozent vergrößerten Stand. Nahezu auf einer verdoppelten Ausstellungsfläche informierte sich überwältigend mehr Publikum auf dem Stand des Maschinenrings. „Wir sind regelrecht überrannt worden“, bilanzierte Michael Reischel, der Geschäftsführer des Schwabmünchner Maschinenrings. Die Analyse von Betriebshilfe-Einsätzen und die Informationen über Einkaufshilfen standen im Mittelpunkt der Kundengespräche. Als zentrales, brandaktuelles Thema erwies sich beim Infostand des Augsburger Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Agrarreform, insbesondere Fragen zum „Greening“.

„Eindeutig mehr“ Besucher registrierte Günter Buchschuster für die SEG Tierhaltungsbedarf GmbH und ihre Kooperationspartner. Er sprach sich insbesondere mit Blick auf die Interessen der Milchviehbetriebe für erweiterte Messezeiten am Vormittag aus. Ähnlich äußerten sich bei Umfragen auch Besucher. Positiv hoben zahlreiche Gäste die Information über neue technische Entwicklungen in der Landwirtschaft hervor. Mit diesem Konzept konnten auch führende Futtermittelhersteller bis zu 30 Prozent mehr Besucher gewinnen und selbst eine unerwartet hohe Zahl von Bestellungen aufnehmen. Einen Schwerpunkt in diesem Bereich registrierten sie beim Angebot zum Thema Tierwohl.

Für erstmals auf der RegioAgrar Bayern vertretene Firmen hat die Messe den Test bestanden. Der Landmaschinentechnik-Hersteller Goetz GmbH aus dem fränkischen Schwabach beispielsweise verlieh der Ausstellung „mehr als positiv überrascht“ das Prädikat „super“ und kündigte an, nächstes Jahr mit einem breiteren Angebotssortiment aufzutreten.

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Landwirtschaft heute – eine Hightech-Branche, in der es viel auf Bildung ankommt: Landesbäuerin Anneliese Göller und Bayerns Bauernverbands-Präsident Walter Heidl im Eröffnungsgespräch bei der RegioAgrar Bayern mit dem Landwirtschafts-Experten Ulrich Graf (links). Bild: RAB/Christian Hilzenbecher

Internationale Aussteller zogen ein gemischtes Fazit. Den ersten Schritt auf den süddeutschen Markt buchte der französische Hersteller von Stalleinrichtungen und Landtechnik, der Nummer eins im Elsaß, Beiser, Bouxwiller, unter „Erfahrungen“ und plant noch marktnähere Strategien. Der englische Strohverarbeitungs-Spezialist Teagle, Turo (Cornwall), stieß bei seiner Premiere auf der RegioAgrar Bayern auf sehr positives Interesse beim Publikum aus ganz Süddeutschland.

In der Messebilanz für den Bayerischen Bauernverband BBV, der wieder sowohl mit einem großen Informationsstand als auch in Kooperation mit Partnerunternehmen vertreten war, schlug BBV-Direktor Walther Pittroff den Bogen zur bisherigen Entwicklung der Messe: „Der Durchbruch ist da.“ Besucher wie Aussteller waren sich über die Bedeutung der Messe als Plattform für intensiven fachlichen Austausch einig, so Geschäftsführer Andreas Otte. Seine Perspektive: Die RegioAgrar Bayern wird weiter wachsen.

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Erstmals wurde mit Stefan Greßlinger auf der RegioAgrarBayern der „Mr. RegioAgrar“ gekürt. Von der Jury mit Kalender-Girls des Jungbauernkalenders ließ sich der Sieger überglücklich feiern. Bild: RAB/Christian Hilzenbecher

Eine Attraktion auf der Messe war die erstmals ausgerichtete Bayerische Tortenmeisterschaft für Landfrauen und Bauernhofcafés. Die süßen „Besten vom Lande“ erwiesen sich als Attraktion, unter anderem für fünf Fernsehteams, erst recht für die Besucher: Über 800 Tortenstücke konnten nach dem Wettbewerb binnen weniger Stunden an die Messebesucher verkauft werden. Der Erlös kommt dem Bäuerlichen Hilfsdienst zugute.

Die Siegerinnen bei den Landfrauen: Anna Niederwinkler aus Fridolfing im Landkreis Traunstein mit ihrer Nougat-Torte (Rang 1), Simone Furnier, Aretsried, Landkreis Augsburg, für eine Windbeuteltorte (Rang 2) und Gabriele Eberwein, Bad Wörishofen-Hartenthal, für ihre Gebrannte-Mandel-Kirsch-Torte (Rang 3). In der Kategorie Bauernhofcafés ging Platz 1 an das Hofcafé Ilmtaferne von Roswitha Turber in Geisenfeld, Landkreis Pfaffenhofen/Ilm für ihre Mohn-Eierlikör-Torte, Platz 2 an die Hofbackstube von Gudrun Groll in Stoffenried, Landkreis Günzburg, für die Dobos-Torte und Platz 3 an das Bauernhofcafé Brumbaurhof von Carola Deichl, Markt Indersdorf im Landkreis Dachau mit ihrer Bratapfel-Sahnetorte.