15 Prozent mehr Aussteller und Besucher

15 Prozent mehr Aussteller und Besucher

RegioAgrar Bayern weiter auf Wachstumskurs.

Eine durchweg positive Bilanz zogen Besucher und Aussteller bei der RegioAgrar Bayern, die vom 21.02. bis 23.02.2017 zum siebten Mal in den Messehallen Augsburg stattfand. Mit einer deutlich vergrößerten Ausstellungsfläche und einer Rekordteilnahme von 266 Ausstellern zeigte sich die RegioAgrar Bayern selbstbewusst und weiter auf Wachstumskurs. Mehr als 12.500 Fachbesucher kamen zur RegioAgrar Bayern 2017. Das entspricht einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Aus einem Umkreis von rund 200 Kilometern kommen mittlerweile Landwirte und Agrarunternehmer zur jährlich im Februar stattfindenden Landwirtschaftsmesse, um sich über neueste Trends, Techniken und Dienstleistungen der modernen Landwirtschaft zu informieren.

„Wir Bäuerinnen und Bauern sind Unternehmer im ländlichen Raum. Unsere Betriebe, egal, ob diese im Haupt- oder Nebenerwerb, konventionell oder ökologisch wirtschaften, sowie der Beruf des Landwirts sind vielseitig, spannend, schön und dynamisch zugleich. Zur Bewirtschaftung und Entwicklung unserer Betriebe brauchen wir heutzutage enorme Kenntnisse und Fähigkeiten. Deshalb ist ein fachlicher Austausch unter Berufskollegen und die Informationsbeschaffung aus erster Hand mittlerweile unabdingbar.“, so Anni Fries, BBV Bezirksbäuerin, in ihrer Eröffnungsrede und sprach damit der RegioAgrar Bayern einen hohen Stellenwert für den süddeutschen Raum zu.

Die regionalen und überregionalen Aussteller präsentierten einen gelungenen Mix aus Tierzucht, Futtermittel, Saatgut, Landmaschinen, Stallbau und Stalltechnik, Informationstechnologie, Regenerative Energien und Dienstleistungen. Das Fachforum, das alljährlich als zusätzliche Informations- und Kommunikationsplattform dient, wartete in diesem Jahr mit einer Premiere auf. In zwei Foren referierten über 50 Experten in mehr als 60 Fachvorträgen zu topaktuellen Themen der modernen Landwirtschaft. „Das wachsende Interesse und die durchweg positive Resonanz bei Ausstellern und Fachpublikum haben uns veranlasst, mehr Fachvorträge ins Programm zu nehmen.“, so Hans-Dieter Lucas, Geschäftsführer des Messeveranstalters European Green Exhibitions (E.G.E.) GmbH.

Zahlreiche Landwirte nutzten die Gelegenheit sich über automatisierte Fütterungstechniken der modernen Milchviehhaltung zu informieren. Unter dem Motto: Hygiene vom Silo bis zum Trog präsentierten Aussteller ihre Angebote. Denn die Ansprüche der Leistungstiere an Futterqualität und Hygiene wachsen stetig und der sinnvolle Einsatz automatischer Fütterungssysteme ist dazu auch noch gewinnbringend.

Verhalten optimistisch zeigten sich die Hersteller und Anbieter moderner Melktechnik Systeme, nach dem sich der Milchpreis in den letzten Monaten deutlich stabilisiert hat. „Wir sehen einer interessanten Zukunft entgegen. Denn gerade die familiengeführten Milchviehbetriebe in der Region orientieren sich um. Ganz oft sind es gerade die Landfrauen, die täglich bis zu sechs Stunden im Melkstand stehen und die den Wunsch nach einer flexibleren Arbeitszeiteinteilung äußern.“, so Josef Buchhart, Inhaber und Aussteller modernster Melkroboter.

Der seit November 2016 landesweit geltenden Stallpflicht für Geflügel zum Trotz präsentierten zahlreiche Aussteller eine umfangreiche Produktpalette für die alternative Legehennenhaltung. Von Fütterungsanlagen über Tränkesysteme und dem richtigen Nest bis hin zu Volierensystemen. „Der Trend geht eindeutig Richtung ökologischer Haltung. Nicht nur bei der Legehennenhaltung, sondern auch in der Broilermast. Die Entscheidung unserer Kunden ist eine wirtschaftliche, denn Bio Geflügel ist sehr gefragt.“, sagt Zeljko Bejic, Kundenberater des Ausstellers Big Dutchman.

Produkte rund um das Thema „Digital Farming“ waren auf der RegioAgrar Bayern sehr gefragt. Das Angebot reichte von Apps, die z.B. Pflanzenkrankheiten und den Zeitpunkt des Fungizideinsatzes bestimmen können, über cloudbasierte Software Lösungen zur Betriebsoptimierung mit Hilfe eines hochkomplexen Fütterungsmanagements.
Michael Höfler, BayWa Fütterungsberater ist überzeugt, dass die moderne Landwirtschaft ohne digitale Lösungen nicht mehr denkbar ist: „Gerade junge, gut ausgebildete Landwirte haben sich auf unserem Stand informiert. Sie sind offen für unsere Produkte und in der digitalen Welt zu Hause. Man merkt gleich, dass sie wenig Berührungsängste mit innovativen Programmen zur Effizienzsteigerung haben.“

Moderne Landwirtschaft und Tradition

Traditionell fand am ersten Abend der RegioAgrar Bayern die offizielle Eröffnungsveranstaltung statt, zu der der Bayerische Bauernverband als ideeller Träger der Fachmesse und die European Green Exhibitions (E.G.E.) GmbH als Messeveranstalter geladen hatten. In Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik und Gesellschaft hob BBV Bauernpräsident Walter Heidl die Rolle der Landwirtschaft im gesellschaftspolitischen Zusammenhang hervor.

„Allen Widrigkeiten und aktuellen Streitthemen zum Trotz setzt die RegioAgrar Bayern ein eindrucksvolles Zeichen. Sie ist noch größer und umfangreicher und zeigt, wie wichtig die Rolle der Landwirtschaft in Süddeutschland ist. Das sollten wir uns in dieser durchaus schwierigen Phase, in der die Landwirtschaft steckt, bewusst machen. Schließlich ist die „grüne Branche“ – unsere Arbeit also- nach wie vor der Inbegriff einer Zukunftsbranche.“

Dr. Stefan Kiefer, Bürgermeister der Stadt Augsburg betonte in seiner Eröffnungsrede, wie wichtig die RegioAgrar Bayern für Augsburg und für die Region sei. „Das spricht für die Qualität unserer Stadt und darüber freue ich mich. Die RegioAgrar Bayern als weitere Fachmesse in unserer Stadt hat sich mächtig entwickelt und darauf können auch wir stolz sein.“

Auch Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Landwirtschaftsministerium unterstrich den Stellenwert der Messe: „ Dass die RegioAgrar Bayern nun schon zum siebten Mal stattfindet, zeugt von der Qualität. Sie ist Schaufenster der Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft. Eine Messe mit Innovationskraft und ein Raum für Dialog und Kommunikation. Und das im Agrarland Nr. 1 in Deutschland.“

Ein Nußtraum wird „Beste vom Lande 2017“

23 Landfrauen und 4 Bauernhofcafés nahmen mit 47 Tortenkreationen an der 3. Bayerischen Tortenmeisterschaft teil, die am Mittwoch, dem 22.02.2017 im Rahmen der RegioAgrar Bayern stattfand. Siegerin in der Kategorie Landfrauen wurde Silke Hilger mit ihrem „Nußtraum“ und in der Kategorie Bauernhofcafés Monika Müller aus dem Wintergarten-Café Adler in Oberbechingen mit ihrer „Schachbretttorte“. Als Hauptsiegerin der 3. Tortenmeisterschaft konnte sich nach Punkten Silke Hilger durchsetzen und gewann den begehrten Siegerpokal. Die Erstplatzierten dürfen sich über ein Erlebniswochenende in Berlin freuen. Nach Urteilsverkündung und der Siegerehrung ließen sich die Besucher die Torten schmecken und in der Rekordzeit von drei Stunden waren alle Tortenstücke verkauft.

Der Erlös aus dem Torten-Verkauf wurde wie in den Jahren zuvor dem Bäuerlichen Hilfsdienst für in Not geratene Landwirtsfamilien gespendet. Die Spendensumme beträgt fast 1.000 €.

Auch im nächsten Jahr öffnet die RegioAgrar Bayern wieder ihre Tore. Und das zum achten Mal. Vom 06.02. bis 08.02.2018 in den Messehallen in Augsburg.

Aktuelle Fotos der RegioAgrar Bayern 2017 stehen unter: www.regioagrar-bayern.de/bildergalerie kostenfrei zum download zur Verfügung.

Kontakt:
Astrid Wiebe
Pressesprecherin
Landstraße 4a
D-16833 Fehrbellin GT Sandhorst
Telefon: +49 (0) 33922 – 994753

E-Mail: presse@regioagrar-bayern.de
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